Donkey Kong und das Kind, das sein wollte wie der Typ mit dem Hammer
Ich möchte Euch in dieser neuen Serie, die ich auf unserem TikTok Kanal jetzt ebenfalls poste, mitnehmen um meine Sternstunden in der Arcade- und Videospiele-Geschichte mitzuerleben. Mir ist es vor kurzem so ergangen, dass ich beim Durchblättern alter Spieletitel plötzlich schon längst vergessene Momente wiederentdeckt habe, an die ich mich wahrscheinlich sonst auch nicht mehr erinnert hätte.
Dieses intensive Erlebnis, als hätte ich eine alte Packung Disketten gefunden, hat mich jetzt dazu bewegt, meine schönsten Momente und Erinnerungen endlich mal aufzuschreiben. Zumindest jene, an die ich mich noch erinnere. Vielleicht wird dies bei dem einen oder der anderen auch eine Tür in die vergessene Vergangenheit aufzustoßen? Und wo soll man anfangen?
Am Anfang schuf Gott einen Getränkemarkt mit … etwas Neuem
Ich war gerade erst 11 Jahre alt, als der Arcade-Automat direkt hinter dem Eingangsbereich des EZA (Einkaufszentrum für alle) in Speyer aufgestellt wurde. Nicht jeder weiß heute noch, dass dies ein Gerät war, das heute in dieser Form leider schon ausgestorben ist und nur noch in Museen anzutreffen ist. In den 80er Jahren hatte man sowas noch zu Hause am TV. Auf einem telefon natürlich auch nicht – die waren in dieser Zeit nur zum Telefonieren da. Die diese Automaten waren mannshoch, bestanden aus einem Einbaubildschirm, einem Bedienpult mit Joystick und je nach Spiel verschieden belegten Tasten. Zum Spielen brauchte man Kleingeld, das in die Münzeinheit eingeworfen werden musste. Dafür bekam man nichts Geringeres als virtuelle Leben ausbezahlt. Das Geschäftskonzept der Zukunft wurde geboren und sollte noch richtig boomen :)
Vor 1981/1982 habe ich wenige Erinnerungen an Videospiele. Außer das Atari VCS System, das im Fenster der Foto-Quelle Filiale in einem Demo-Modus lief. Hier klebte ich öfter am Fenster und war von der unglaublichen Möglichkeit und Interaktivität fasziniert. Doch dafür hatten wir nicht das nötige Geld. Wer sich erinnert, weiß, was ein Spiel für das Atari VCS zu der Zeit kostete und das war weit über unserem Budget. Doch der neue Donkey Kong Automat in unserem Getränkemarkt sollte mein Leben verändern und Interessen künftig völlig auf den Kopf stellen.
Ich wollte auch so ein Held wie Mario sein
Und Donkey Kong lockte mich nicht nur aus dem Haus, plötzlich ging ich gerne mit meinen Eltern einkaufen. Davon war ich als Kind nie angetan, da es gefühlt immer ewig dauerte, bis wir endlich wieder nach Hause fuhren. Doch nach der ersten Entdeckung dieser neuen Welt in einem Kasten, der sich so unglaublich vom langweiligen Fernsehen abhob, änderte sich alles. Dieser Kasten bot so viel mehr, was meine Eltern überhaupt nicht verstanden. Diese Interaktivität, der Wettkampf gegen die Maschine (oder den Affen?) und lieferte auch meine erste Ingame-Erfahrung.
Während meine Eltern also künftig (hoffentlich lange) im Einkaufszentrum waren, blieb ich von dieser Zeit an bei meinem neuen Idol. Damit meine ich den kleinen Hüpfer mit dem Hammer, der zu dieser Zeit wohl noch keinen Namen hatte. Er sollte auch erst einige Jahre später als Mario in anderen Spielen zurückkehren, um noch berühmter zu werden. Ein mir unbekannter Hersteller namens Nintendo erstellte diesen Kasten, der alles, was ich zuvor gesehen hatte, in den Schatten stellte. Auch wenn das noch nicht viel war ;-)
Um was es in dem Spiel geht? Kurz gesagt, versuchte der Held mit jeder eingeworfenen Münze wieder und wieder seine Freundin zu retten, die der Affe entführt hatte und von Level zu Level mitnahm. Ok, so viele Levels gab es nicht, aber als Junge war ich schon froh, den ersten Level zu verlassen, dann veränderte sich auch prompt die Haltung anderer Kids die zusehen. Sobald der Level 2 alles blau färbte, hatte man den Noob gegen den neuen ‚Highscore-Anwärter‚ getauscht. Meine Erinnerungen zeigen auch, dass die Kids früher etwas mehr „Ehre“ besaßen. Ich vergleiche das gerade mit dem Chaos der Spielepartner meiner Tochter. Denn in den 80ern kehrte eigentlich immer Ruhe um einen herum ein, wenn man den ersten Level in einem Spiel hinter sich gelassen hatte. Jeder (selbst die Zuschauer) respektierten das Spiel und wussten, dass man sich von nun an konzentrieren musste. Aber so viel Taschengeld hatte ich leider nicht, um hier so oft abzuhängen, wie ich wollte. Aber wenn man hier war… war es ein großartiges Gefühl, denn auch die Umgebung des Marktes nahm man dann nicht mehr wahr. Das Geklapper der Flaschen, die Kassenzone – es ist verrückt, doch daran habe ich absolut keine Erinnerung.
Und wer das nicht erlebt hat, dem sei noch gesagt, das ein Abend in einer echten Arcade so teuer war, wie heute mit der Liebsten essen zu gehen. Drei Leben im Spiel kosteten in der Regel eine Mark, auch wenn das von Spiel zu Spiel unterschiedlich war. Aber das war egal – es war fantastisch!
Also wollte ich heute mit Mame (das erkläre ich weiter unten) ausprobieren, wie weit ich nach so vielen Jahren komme:
So zogen die Jahre ins Land
Für ein oder zwei Jahre kehrte ich immer wieder zu Donkey Kong in den Getränkemarkt Bereich zurück, auch wenn ich nicht viel Geld einwarf, genoss ich ein oder zwei Runden, als wären diese Minuten nur mit Gold aufzuwiegen. Selbst nur bei einem kurzen Besuch die Highscore Liste zu checken hatte schon was.
Ein paar Jahre später vernichtet ein Großfeuer aus der benachbarten Fabrik selbige und leider auch das Einkaufszentrum.
Jahrzehnte sind vergangen und heute bin ich der Glückliche, der den Film ‚Ralph reichts‘ mit dem eigenen Kind erleben kann. Und wenn ich so zurückdenke, hofft das kleine Kind in meinem Geist, dass die Bewohner des Donkey Kong Spielautomaten diesen hoffentlich verlassen haben, ehe das Einkaufszentrum im Feuer einstürzte.
Das Ende? Nein, eigentlich war es der Anfang
Ich war Mario – zumindest für eine kurze Zeit. Als Kind erlebt man solche Momente in der Fantasie viel intensiver, als es ein Spiel heute schaffen kann. Darum frage ich mich oft, wie meine Tochter wohl die neuen Medien von heute fühlt – so wich ich zu meiner Zeit? Aber das ‚wusste‘ ich schließlich vor fast 40 Jahren noch nicht.
Doch schon vor dem Brand, der diese besondere kleine Etappe meines Lebens und zur Entdeckung der Arcade führte, war ich Mario, Pauline und Donkey Kong bereits untreu geworden. Davon erzähle ich aber erst beim nächsten Blog.
Habt Ihr ähnliche Erinnerungen? Was war Dein „erstes Mal“? Ich würde mich freuen, wenn Du mir dazu eine Zeile da lässt.
Das Video habe ich auf dem PC aufgenommen, worauf der Mame Emulator läuft. Aber auch auf dem Handy (Android und iOS) oder dem Amazon Fire-Stick läuft Mame. Hier geht’s zu dem Blog, den ich vor längerer Zeit zu dem Thema geschrieben habe.
PS: Sollte hier jemand zufällig reinlesen, der oder die ebenfalls Erinnerungen diesen Ort und den Automaten hat, bitte melde Dich. Neben Donkey Kong stand ein zweiter Arcade-Automat, aber auch wenn ich es mir eigentlich nicht erklären kann, ich habe keine Erinnerung an das Spiel und würde gerne wissen, was mich da so sehr „nicht interessiert hat“, dass ich es vergessen konnte, obwohl ich doch so viel Zeit in der direkten Nähe verbrachte. Ich vermute es war Centipede (das ich wirklich nicht mochte, obwohl es viele cool fanden – aber ich weiß es nicht wirklich.
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Bitte nehmen Sie Kontakt mit mir auf, um weitere Einzelheiten zu besprechen. Ich freue mich darauf, von Ihnen zu hören und mehr über Ihre Firma zu erfahren.
Mit freundlichen Grüßen aus Wiesmoor,
Jürgen Jester