Kartenständer putzen, so geht Marketing mit Postkarten in 2024

Wie wäre es, an der Kasse noch einen Kartenständer aufzustellen, falls noch nicht geschehen? Warum? Weil Deine Kunden es lieben werden, denn jetzt ist durch Social Media die Zeit von Postkartenmarketing. Und durch Postcrossing kann das auch richtig gut laufen, wenn es wirklich gut gemacht und mit dem richtigen Ziel durchdacht wird – doch ich muss etwas ausholen, um das Thema besser erklären zu können.

Jeder, der in einer Großstadt mal in einer Bar, einem Club oder einem Restaurant mal auf Toilette ging, ist den Karten von Edgar und Co. sicher schon begegnet. Dies sind (Werbe)Postkarten, die man gratis mitnehmen kann. Auffällig ist, wenn man auf Postkarten steht, dass ja immer die coolen Karten in diesen Displays gerade vergriffen sind. Da hat jemand seine Hausaufgaben gemacht!

Aber was sind denn coole Werbepostkarten und wozu will die jeder denn haben? Machen alle nur noch Postcrossing? Und was ist das überhaupt? Ganz viele Fragen, die ich alle in diesem Artikel noch beantworten möchte.

Was ist Postcrossing? Ich habe ja hier im Blog schonmal ganz viel dazu getippt, warum es mich als Mensch so sehr gegriffen hat – vom Marketingaspekt hab ich es damals noch gar nicht gesehen und das ist auch diesen Zeilen vorbehalten. Allgemein betrachtet, kann man das so in der Kürze so erklären: Das kostenlose Projekt Postcrossing ermöglicht, dass einander unbekannte Menschen Postkarten an zufällig ausgewählte Teilnehmer versenden. Für jede versendete Karte bekommt man von einem anderen zufällig ausgewählten „Postcrosser“ eine mit Spannung erwartete Karte zurück.

Mehr als 804.610 Mitgliedern aus 209 Ländern sind Stand 10/2013 dabei. Über 73,5 Millionen Postkarten wurden bereits versandt (und gerade jetzt als ich diese Zeilen schreibe, sind unglaubliche 352.606 Postkarten ‚unterwegs‘ zu einem / einer Empfänger:in) und das ist wirklich eine interessante und spannende Sache. Auf der Internetseite postcrossing.com kann man sich kostenlos registrieren und mitmachen – selbst die Live-Statistik auf der Startseite ist sehenswert.

Es beginnt mit Stadtmarketing für Wiesmoor / Wilhelmsfehn

Aufgrund der erhöhten Nachfrage nach Postkarten habe ich schon viele Motivkarten selbst erstellt und drucken lassen. Von der ersten Karte unseres kleinen Ortsteils in Wiesmoor auf Englisch und Deutsch folgten schnell viele andere Motive zu den verschiedensten Themen.

Und man versucht mit jeder Karte natürlich einen oder mehrere Favoriten zu bekommen. Sowas wie ein Like, der jedoch nur vergeben wird, wenn die Karte besonders gut ankommt. Das kann vom Text sein oder auch vom Motiv, denn die meisten Nutzer haben Vorlieben, die sie in ihrem Profil wie eine Wunschliste führen. Aus diesem Grund hat man als Postcrosser auch mehr Karten zu Hause als man verschickt hat – um eine Freude zu machen, indem man das sendet, was der Empfänger sich sehnlichst wünscht. Das ist der Kernpunkt des Erfolgs, hier Postkarten zu platzieren, die zu Favoriten werden und daraufhin geteilt werden. Und ich möchte gar nicht über einzelne emotionale Schicksale reden – es ist eine Freude, eine Bereicherung und es macht süchtig! Aber ich schweife ab … dies habe ich bereits in der Einleitung verlinkt um die Basics zu Postcrossing und Co zu erklären.

Postkartenmarketing für das Möbelhaus

Stadtmaerketing ist nichts Neues, auch wenn hier ebenfalls frische Ideen zur klassischen Ansichtskarte gefragt sind. Nehmen wir den Handel als nächstes Beispiel, hier ein ganz anderer Ansatz den ich für AMD Möbel erstellt habe. In diesem Fall soll die Postkarte weitergeschickt/geschenkt werden oder wegen ihrem provokanten Ansatz dazu verleiten, am Kühlschrank oder der Pinnwand hängen zu bleiben:

Postkartenmarketing für das Möbelhaus
Postkartenmarketing für das Möbelhaus AMD Möbel

Glücklichmacher sind das Marketingziel:

Was passiert also, wenn man mit den eigenen Karten einen Menschen glücklich gemacht hat? Man erntet erstmal Favoriten. Jede Karte wird in der Regel gescannt. Normalerweise vom Sender, gelegentlich kann der es auch mal vergessen, dann macht es der Empfänger – und hier landet das Kartenmotiv bereits in einer ersten Galerie auf dem Handy. Dann in der von Postcrossing und mit jedem Favoriten in der persönlichen Galerie des nächsten Users, der zeigen möchte, „Hee … die Karte ist toll!“ oder „So eine will ich auch!“.

Hinter dem Tellerrand gehts weiter … viel weiter!

Wer mal auf Instagram schaut, der Hashtag #Postcrossing hat aktuell 2.164.962 Beiträge und es gibt noch weitere Hashtags, die mit #Postcrossing beginnen.

#Postkarte hat 202.944 Beiträge,
#Postkarten 189.551 Beiträge,
#Postkartenliebe 110.221 Beiträge und es geht noch steil so weiter.

#Witzigesprüche kommt auf 436.607 Postings,
#Witzigesbild auf 176.663 und auch hier sollte man mal weiterdenken.

Es gibt noch viele andere Netzwerke, wo die coolsten Karten, Witze usw. immer wieder geteilt werden: Facebook und Twitter/X, Mastodon uvm. Warum nicht genau hier andocken?

Das große Ziel für Gewerbetreibende: An den Kühlschrank oder die Pinnwand kommen und immer im Blick bleiben! Ich kenne keinen Kühlschrank in meinem Freundeskreis, wo nicht mindestens eine Postkarte an einem Magneten pinnt – das ist das Ziel. Einige Eckpunkte für das erstellen einer Postkarte und vi9elleicht zugehöriger Marketing-Kampagne folgt hier:

Wichtige Punkte für erfolgreiches Postkartenmarketing:

  1. Persönlicher Touch: Postkarten ermöglichen eine persönliche Verbindung zu Kunden durch individuelle Gestaltung und ausgefeilte Marketingziele.
  2. Kosteneffizienz: Im Vergleich zu anderen Marketingmaterialien sind Postkarten kostengünstig in der Produktion.
  3. Kompaktes Format: Die kompakte Größe von Postkarten erleichtert die schnelle Informationsaufnahme und verhindert Informationsüberlastung.
  4. Zielgerichtete Ansprache: Durch Segmentierung können individuell gestaltete Postkarten gezielt an bestimmte Zielgruppen verschickt / verschenkt werden, was die Relevanz für den Empfänger erhöht.
  5. Messbarkeit: Erfolg und Response-Raten können leicht verfolgt werden, indem spezielle Rabattcodes, QR Codes oder spezifische URLs auf den Karten platziert werden.
  6. Aufmerksamkeitsstarker visueller Reiz: Attraktive Grafiken und kreative Designs auf Postkarten ziehen die Aufmerksamkeit potenzieller Kunden auf sich.
  7. Erinnerungswert: Postkarten haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, im Gedächtnis zu bleiben, da sie physisch sind und oft für längere Zeit (und sichtbar) aufbewahrt werden.
  8. Integration mit Digitalmarketing: QR-Codes oder personalisierte URLs auf Postkarten können den Übergang von physischem zu digitalem Marketing erleichtern.
  9. Gezielte Angebote und Gutscheine: Postkarten eignen sich ideal für die Bereitstellung exklusiver Angebote oder Gutscheine, um die Conversion-Rate zu steigern.
  10. Lokale Ausrichtung: Unternehmer können lokale Zielgruppen ansprechen, indem sie speziell erstellte Postkarten in bestimmten geografischen Gebieten verteilen.
  11. Einfache Anpassung: Postkarten lassen sich leicht an verschiedene Kampagnen anpassen und können (wie Ziel-URLs) schnell aktualisiert werden, um aktuelle Angebote oder Informationen widerzuspiegeln.
  12. Emotionale Ansprache: Nutze Postkarten, um Emotionen zu wecken und eine persönliche Verbindung zur potenziellen Zielgruppe herzustellen.
  13. Markenstärkung: Postkarten tragen dazu bei, die Markenbekanntheit zu steigern, indem sie das Firmenlogo und andere Branding-Elemente präsentieren.
  14. Längerfristige Sichtbarkeit: Im Vergleich zu E-Mails, die oft übersehen werden, haben physische Postkarten eine längere Lebensdauer und werden möglicherweise mehrmals betrachtet oder in Social-Media Kanälen geteilt.
  15. Event-Promotion: Verwende Postkarten, um Events, Verkaufsaktionen oder Produktneuheiten zu bewerben und die Teilnahme zu fördern.
  16. Kreativer Call-to-Action: Gestalte ansprechende Handlungsaufforderungen, um die Leser zu ermutigen, sofort zu reagieren, sei es ein Besuch der Website, der Besuch des Ladens oder der Weitergabe der Botschaft an Familie oder Freunde.
  17. Umweltfreundliche Optionen: Die Verwendung von recycelbarem Material und umweltfreundlichen Druckmethoden kann das Image des Unternehmens verbessern.
  18. Cross-Channel-Marketing: Integriere Postkarten in eine umfassende Marketingstrategie, die auch digitale Kanäle wie Social Media und E-Mail einschließt.
  19. Und vor allem – kreatives Storytelling: Nutze den begrenzten Platz auf Postkarten, um kurz und prägnant Geschichten zu erzählen, die das Interesse wecken und im Gedächtnis bleiben.

Gut, wer jetzt weder Edgar-Karten, noch andere Ads-Karten kennt oder nicht einmal gerne Postkarten aus dem Urlaub schreibt, hat hier vielleicht Schwierigkeiten dem Thema zu folgen, aber man sollte sich Gedanken machen. Mein neuer Druck Postkarten um meinen Podcast Friesenzeit bekannter zu machen, ist bereits auf dem Weg.

Ich schreibe gerne und bin bei Postcrossing erst etwa ein halbes Jahr, habe bisher erst knapp über hundertdreißig Karten verschickt, aber hatte schon Post bekommen, in der man mich fragte, wo man meine Karten kaufen kann! Das war vielleicht das Signal, das am Ende zu diesen Zeilen führte :)

Ich formuliere es zum Ende gerne so:

In einer Welt, wo uns negative Nachrichten und Fake-News den Alltag schwer machen, werden Gute-Laune-Postkarten von echten Menschen im Briefkasten zu einem kleinen Highlight des Tages, die in Social Media gerne geteilt werden – vor allem in der Menge von Menschen, die sich sozial zurückziehen und mehr auf solche Hobbys schwenken.
Ich darf gar nicht sagen, dass ich auf einer Überwachungskamera einst unsere liebe Postfrau sah, die die Post gelesen hat und mit einem Lächeln in unseren Briefkasten steckte. Tja, wer trägt schon gerne nur Rechnungen aus? Bleibt nur, in das Thema einsteigen und mitmachen, oder?

Gerne helfe ich dabei und gestalte witzige Karten für die jeweilige Branche. Vom Brainstorming bis zum gedruckten Produkt liefere ich Ideen, die Wirkung zeigen.

Viele Grüße,
euer Jürgen

Jürgen

Ich bin Jürgen und als glücklicher Familienpapa und arbeite als Mediendesigner in Wiesmoor und entdecke mit unserer kleinen Familie die Welt. Was uns wichtig erscheint, müssen wir hier in unserem Blog niederschreiben. Abonniere uns, damit du immer auf dem Laufenden bleibst: Wir posten Fotos auf Instagram und haben dem Podcast nun auch einen Kanal unter Friesenzeit dort eingerichtet :-) Bis bald! PS: 'Nakieken' ist übrigens Plattdeutsch und bedeutet soviel wie "genauer hinsehen" und genau das ist Programm hier im Blog.