Gesundheitszustand von Hühnern erkennen

Hühner im FreigehegeHühner im Freigehege

Heute wieder etwas aus der Kategorie Tiere. Und wenn es um etwas geht, dann wieder um das Thema „Gesundheit“.

Wer Hühner liebt und hält, muss sich vor allem über ihre Gesundheit Gedanken machen. Anders als Menschen, können sie sich nicht verständlich machen. Aber es gibt einige Anzeichen, an denen Sie sehen können, ob ihre Lieblinge krank sind. Natürlich zählt neben dem täglichen Bedarf nach Futter und Wasser auch die regelmäßige Gesundheitsktrolle der Tiere. Achten sie auf den Atem der Tiere. Hören sie, ob er regelmäßig verläuft. Sollte dies nicht der Fall sein, könnten es Anzeichen für recht harmlose Krankheiten wie Husten oder Schnupfen sein. Sollt der Kamm nicht leuchtend Rot und die Augen glasig sein, sollten Sie auch hier das Huhn gut im Auge behalten. Das Huhn ist agil und schlank, aufgeweckt und hat einen festen Körper. Beobachten Sie das Verhalten des Tieres und ob es sich wie gewohnt benimmt.

Achten Sie darauf, ob das Huhn an Augen und Nase Ausscheidungen besitzt

Die Kloake des Huhnes sollte stets Feucht und sauber sein. Kot, Kruste und Blutungen sollten nie ignoriert werden. Sollten sich an der Kloake des Tieres weiße oder schwarze Ansammlungen befinden, ist dies oft ein Zeichen für Läuse oder Milben. Weiße Ansammlungen deuten auf Nissen (Läuseeier), die man behutsam abbürsten und mit Vaseline behandeln kann. Kontrollieren Sie bei so einem Befund umgehend das Federkleid und die Federbasis. Um Läuse vorzubeugen, können Sie einmal pro Woche die Nestbox mit Läusepulver behandeln. Schwarze Ansammlungen schließen oft auf die Nördlichen Geflügelmilben, die Sie mit speziellen Sprays behandeln können. Ein blasses, schwaches Huhn lässt oft auf eine andere Milbenart schließen, da es einen Blutverlust erleidet. Die sogenannten Rote Vogelmilben machen sich nur Nachts bemerkbar. Regelmäßige Kontrollen von den Vertiefungen der Schlafstange sind also notwendig um diese Milben auszuschließen.

Ebenso können Hühner oft an Würmer leiden. Indiz dafür sind oft ein vermehrter Hunger und ein Legenachlass. Diese Krankheiten sind oft schnell und einfach behandelt. Es gibt aber auch Krankheiten, die Sie nicht behandeln können. Die sogenannte Newcastle – Krankheit endet in 90% der Fälle tödlich für das Tier. Indizien für diese Krankheit sind grüner, weicher Kot und wenn das Huhn zum Atmen den Kopf strecken muss oder blasser ist als sonst. Für diese Krankheit ist eine Impfpflicht für jedes Huhn angesetzt. Sollte Ihr Huhn diese Krankheit haben, wird er vermutlich an einem Tag verenden.

Krankheiten, die von Wildvögeln übertragen werden, können Sie mit einem natürlichen Antibiotikum im Trinkwasser der Hühner vorbeugen. Grüner bis hin zu gelben Kot können immer Grund für eine Infektion des Tieres sein. Grapefruitkernextrakt verschafft schnell Hilft gegen Atemwegsproblemen wie Niesen und Husten der Tiere. Die Eier der Hühner können weiterhin verzehrt werden.

Aber Sie können Krankheiten vorbeugen, damit Sie lange was von Ihren Tieren haben. Wichtig ist die Pflege des Umfeldes, vor allem wenn mehrere Tiere gehalten werden. Stetig sauberes Wasser und genug Futter sind ein muss, sowie das Leeren der Kotschublade. Ebenso sollten immer sauberes Stroh, Heu und Hobelspäne vorhanden sein. Das sind die Grundvoraussetzungen für ein gesundes Tier. Weitere Informationen gibt es bei jedem Geflügel oder Kleintierzüchter Verein.

Bleibt gesund,
Jürgen

Kategorie Tierhaltung

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