Maßnahmen zum Klimaschutz: Über 22 Ideen die man Zuhause, bei der Arbeit und auf Reisen tun kann

Schädel in trockener EinödeDie Trockenheit auf dem spanischen Festland zeigt schon jetzt, wohin sich die Natur entwickelt.

Wer Kinder hat, stellt sich diese Frage sicher früher als andere Menschen: Was kann ich gegen die Erderwärmung tun? Nach diesem Sommer hat es sicher jeder gemerkt, dass sich mit dem Wetter etwas geändert hat. Wenn im Iran Flüsse völlig versiegen und sich Spanien in eine Wüste wandelt, will ich versuchen in diesen Zeilen eine Antwort für mich und für andere zu finden, was man zum Klimaschutz beitragen kann. In der folgenden Themenübersicht haben wir Ideen gesammelt, was man Zuhause, bei der Arbeit oder auch beim Essen tun kann um den CO2 Ausstoß massiv zu verringern. Es beginnt eigentlich mit ganz banalen Dingen, die nicht einmal die eigene Lebensqualität verringern!


Durch welche Maßnahmen spare ich wie viel Co2? Hier unsere Energiespartipps:

CO2 Zuhause einsparen

Kaffeemaschine im Energiesparmodus

Meine Kaffeemaschine im Energiesparmodus

  • Strom von einem unabhängigen Öko-Strom Anbieter nutzen: Solange Kohlekraftwerke laufen und keiner bereit ist für Ökostrom etwas mehr zu bezahlen, werden weiter fossile Brennstoffe abgebrannt. Der Wechsel ist eigentlich ganz einfach – und ein durchschnittlicher Drei- bis Vier-Personen-Haushalt kann durch die Verwendung von Öko-Strom im Jahr bis zu 1,9 Tonnen CO2 einsparen.
  • Alle Leuchtmittel im Haus gegen LEDs auswechseln: Inzwischen weiß eigentlich jeder, dass LED-Leuchtmittel bis zu 90 Prozent weniger Energie als herkömmliche Glühbirnen benötigen. Würde schlagartig in jedem deutschen Haushalt nur eine alte Glühbirne gegen ein LED-Leuchtmittel ausgetauscht werden, könnte man dafür im Land ein Kohle-Kraftwerk abgeschalten.Von den persönlich gesparten Stromkosten die man positiv am Geldbeutel merkt, auf Dauer gar nicht gesprochen. Zudem kommen LED Lampen völlig ohne das giftige Quecksilber aus.
  • Nicht so lange duschen: 3 bis vier Minuten sind genug und beim Einseifen muss das Wasser nicht weiter laufen, oder? Nicht nur das Wasser ist kostbar, das Erdgas zur Erhitzung des selbigen ist es auch, wenn das Wasser nicht durch eine installierte Solaranlage aufgeheizt wird.
  • Drehe den Wasserhahn beim Zähneputzen wieder zu: Das erlebe ich bei der jungen Generation noch immer, der Hahn läuft beim Zähneputzen weiter – mit heißem Wasser, das unnötig und direkt in den Ausguss läuft.
  • Die Heizkraft der Heizung senken: Ein Absenkung der Temperatur in den Räumen um nur ein Grad, senkt im Haushalt einer Familie mit zwei Kindern die CO2-Emissionen pro Jahr um ca. 350 Kilogramm! Wenn man nun noch die heute von den meisten Thermostaten unterstützte Nachtababsenkung auf 15 bis 16 Grad in der Nacht erlaubt, spart noch einmal knapp 300 Kilogramm CO2 ein, man muss es nur nutzen.
  • Die Waschmaschine ganz füllen und die Wäsche nicht kochen: Die Vorwäsche weglassen und grundsätzlich mit höchstens 60 Grad waschen – nur in Ausnahmefällen mit 90 Grad. Die meiste Wäsche wird auch bei 30 Grad sauber. Anschließend nicht in den Trockner packen, sondern bei schönem Wetter kann die Wäsche auf die Leine. Man kann auch im Wohnzimmer eine Wäschespinne aufstellen. Das Sparpotenzial beträgt bis zu 330 Kilogramm CO2 pro Person und Jahr und die Wäsche wird durch den Trockner nicht so schnell „dünner“.
  • Bei der Neuanschaffung genau auf den Energieverbrauch sehen: Wenn Sie sich neue Geräte anschaffen, sei es ein neuer TV, eine neue Spül- oder Waschmaschine, sollten Sie unbedingt auf die Energieeffizienz Label achten, die heute zu den Pflichtangaben gehören. Lassen Sie sich im Zweifelsfall diese Angaben zeigen, oft liegen diese nur in oder kleben hinter den Geräten. Merke: Die billigen Geräte sind nicht immer die Günstigsten! Auf Dauer kann man hier im Stromverbrauch bis zu 50 Prozent einsparen. Merke: Von A+ auf A++ umsteigen bringt nicht viel, von B auf A+ aber schon viel mehr.
  • Die „Standby“-Geräte lieber ganz abschalten: Im Umwelt und Verbraucher Podcast des Deutschlandfunk(Hörtipp!) wurde vor kurzem erklärt, dass wenn alle Standby-Geräte in Deutschland abgeschaltet würden, man auf zwei Kraftwerke verzichten könnte. Eine Standby-Funktion ist zwar sehr bequem, weil man nicht aufstehen muss um die Geräte ein oder auszuschalten, doch auch der Natur täte diese körperliche Bewegung gut.  Es gibt Geräte, die keinen Aus-Schalter haben und diese sollte man einfach an eine abschaltbare Steckerleiste anschließen. So lassen sich je Haushalt nochmal bis zu 300 Kilogramm CO2 sparen.
  • Eine Tasche mit zum Einkaufen nehmen: Wer wiederverwendbare Taschen und Flaschen benutzt, spart Geld und reduziert seinen CO2 – Fußabdruck. Wenn du es vergisst, Dir eine Tasche mitzunehmen, musst Du keine aus Plastik kaufen. Suche in den Regalen des Supermarketes nach einem Karton und belade diesen mit Deinen Einkäufen. Dies hat den Vorteil, dass im Auto die Einkäufe nicht „umfallen“ können.
  • Wohnung / Haus dämmen: Prüfen Sie, ob man die eigene Wohnung besser Dämmen kann. Sehr häufig sind Rolladenkästen die große Energieverschwender. Diese lassen sich oft mit wenigen Handgriffen nachträglich mit Rolladen-Dämmsets selbst dämmen.
  • Recycelte Produkte kaufen: Das Kaufen von recycelten Produkten, wie etwa Taschentüchern und Toilettenpapier, die aus recyceltem Papier hergestellt wurden oder Glasflaschen spart man hohe Mengen an Energie und somit CO2 ein. Recyceltes Papier, Glas oder Metallprodukte sparen unglaubliche 70% bis 90% Energie ein und helfen gleichzeitig gegen die steigende Umweltverschmutzung.

CO2 auf Reisen einsparen

Unterwegs / mit der Familie auf Reisen

Wer mit der Familie auf Reisen geht, sollte das Thema Umwelt nicht aus den Augen verlieren.

  • Kurzstreckenflüge mit der Bahn ersetzen: Wer nur einmal von Bremen nach München und zurück fliegt, verursacht allein schon 340 Kilogramm CO2. Eine Fahrt mit der Bahn ist zwar nicht so schnell, aber ist viel umweltfreudlicher.
  • Reifendruck prüfen: Wenn die Reifen nicht genug Luft haben, erhöht sich zwangsweise die Reibung. Mit richtigem Reifendruck vermeiden Sie im Schnitt 140 kg CO2 pro Jahr. (Man kennt dies beim Fahrrad, ein gut aufgepumptes Rad läuft leichter – beim Auto ist das auch so!)

CO2 auf der Arbeit einsparen

Stau auf der Autobahn

Stau auf der Autobahn

  • Mit Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fahren: Busse und Bahnen fahren ja sowieso – mit oder ohne Dich. Wer pro Tag etwa 20km zur Arbeit zurücklegt, spart bei einem PKW-Durchschnittsverbrauch von acht Litern auf 100 Kilometer rund 640 Kilogramm CO2 im Jahr.
  • PC bei Nichtnutzung in Standby versetzen oder einfach ganz ausschalten: Wenn Sie das Büro verlassen, z.B. zur Frühstücks- oder Mittagspause, lassen Sie Ihren PC nicht unnötig laufen und schalten Sie die Geräte ab oder wenigstens in den Standby um 90-100% Energie zu sparen.
  • Intelligenter Auto fahren:
    a.: Nicht immer alleine fahren, sondern wenn möglich Fahrgemeinschaften bilden. Das kostet nichts, macht Spaß und reduziert auch die Kosten.
    b. Wer auf die eigenen Fahrgewohnheiten achtet spart bis zu 30% Treibstoff. So kann man im Jahr eine Tonne CO2 sparen, wenn man vorrausschauend fährt, unnötiges Überholen spart und wenn möglich einen Tempomaten nutzt. Dies macht sich zudem auch am Geldbeutel bemerkbar.
  • Den Drucker vernünftig nutzen: Überlegen Sie bitte, ob Sie einzelne Dokumente wirklich ausgedruckt brauchen. Im EU-Durchschnitt liegt der Verbrauch pro Kopf und Jahr bei 187 Kilogramm (Quelle) – wie kommt das nur?

CO2 beim Essen einsparen

Ein leckerer Salat

Ein leckerer Salat

  • Weniger Fleisch essen: Hier sind die Veganer im Vorteil, aber es reicht schon aus, wenn man sich ausgewogener ernährt. Dies erspart dem Weltklima rund 400 Kilogramm CO2 im Jahr. Im Schnitt braucht es zehn Mal mehr Energie, um Fleisch noch verzehrfertig zuzubereiten, als einen Salat. Das von Kühen und Rindern ausgestoßene Methan ist zudem ein stärkeres Treibhausgas als CO2.
  • Steht der Kühlschrank richtig? Ist er auch gefüllt? Ein Kühlschrank sollte unbedingt an einen kühlen Ort stehen, damit dieser weniger Strom benötigt. Zudem vergessen viele, dass sich Luft nur schwerer kühlen lässt. Ein voller Kühlschrank benötigt (wie bei der Gefriertruhe) weniger Strom um den Inhalt kühl zu halten. Auch der Kühlschrank hat einen Kühlregler (oft von 3 bis 8 Grad einstellbar): Auf 7° Grad einstellen, das reicht völlig aus. den Kühlschrank auf 3° Grad einzustellen kostet nur unnötig viel mehr Energie.
  • Obst vom Biobauern vor Ort kaufen: Hier wieder etwas vorgerechnet: Es ist kein Geheimnis, dass Bioanbau nur beinahe die Hälfte der Energiemenge gegenüber der konventionellen Landwirtschaft benötigt. Dazu kommt, dass bei weiteren Transportstrecken überflüssige Emissionen entstehen. Zum Beispiel verursachen eine Mahlzeit aus 100 Gramm Spargel, die aus Chile in Südamerika stammen, schon nur durch den Transport ca. 1,7 Kilogramm CO2-Ausstoß. Wenn man Spargel aus der eigenen Region bevorzugt, zahlt man vielleicht mehr, generiert aber nur 60 Gramm CO2.
  • Pflanze (Obst)bäume und hilf die Welt zu retten! Wer schon einen Garten hat, sollte anfangen umzudenken und die Transportkette die sonst die Waren bis zum Supermarkt bringt in den hauseigenen Garten zu verlegen – zumindest wären ein Apfel- oder Kirschbaum nicht nur ein schöner Schattenspender im Sommer, sondern auch ein zusätzlicher ökologischer Nahrungslieferant. Ein durchschnittlich großer Baum absorbiert ca 6 kg CO2 / Jahr. Das heißt er nimmt im Laufe von 40 Jahren ca. 250 kg CO2 auf. Das scheint nicht sehr viel zu sein, richtig! Darum ist es wichtig, mehr Bäume zu pflanzen.
  • Iss kein Happy Meal von McDonald’s: Mc Donald’s produzierte schon 2014 lt. Huffingtonpost (vom 21. März 2014) jährlich 1,5 Milliarden Spielsachen für die Kinder Menüs. Wer Kinder hat weiß, wie viel davon immer wieder in den Müll geworfen werden. Das Problem ist weltweit sicher identisch und sollte man sich und unserer Umwelt sparen!

Und ganz wichtig: Mach auch andere auf das Problem aufmerksam: Informiere Freunde und Bekannte über die Realität des Klimawandels und dessen Folgen!

Das Ganze hat einen wichtigen Hintergrund, dem wir uns alle so schnell es geht stellen müssen, wenn unsere Kinder eine Zukunft haben sollen. Von selbst wird nichts passieren.

Film: Warum wird der Klimawandel unterschätzt?

Der unberechenbare Dominoeffekt: Wer noch einen interessanten Video-Beitrag sehen möchte, sollte sich unbedingt die Produktion von KontextTv, Prof. Stefan Rahmstorf im Interview mit Fabian Scheidler ansehen. Prof. Rahmstorf ist Co-Leiter der Abteilung Erdsystemanalyse am Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und Professor für die Physik der Ozeane an der Universität Potsdam.

CO2-Ausstoß auf einer Fahrt mit dem Auto berechnen

In der Familie ist das Thema Klimawandel immer präsent. Meine Tochter brauchte mich schließlich auf den Gedanken einen Rechner für Autofahrten in das Blog mit einzubauen. Für alle, die es mal selbst ausprobieren wollen, was die Fahrt mit dem Auto in den Urlaub für einen CO2-Ausstoß generiert, kann das hier im Rechner ungefähr ausrechnen:

Ihr Auto braucht den Kraftstoff

und hat einen ungefähren Verbrauch von Litern / 100 km.

Wie viel CO2 produziert mein Auto auf einer Strecke von km?

Ihr Fahrzeug erzeugt einen CO2-Ausstoß von ca. kg.

 

Pro Kilometer erzeugt es ca. Gramm CO2.

Testen Sie Mal den Verbrauch, wenn Sie schneller fahren: 8-10 Liter sind da keine Seltenheit.

Es gibt unzählige Möglichkeiten etwas gegen die Erderwärmung zu tun, wenn man selbst bereit dazu ist. Viele der gesammelten Tipps sind sehr einfach und senken die Lebensqualität in keiner Weise. Dagegen ist es sehr wichtig etwas zu ‚tun‘, denn in den vergangenen 150 Jahren stieg die CO2-Menge in der Atmosphäre so rasant an, dass Unternehmen kein schnelles Umdenken in der Bevölkerung fördern möchten – man möchte, dass der Konsum weitergeht, koste es was es wolle.

Industire und Emmissionen

Stoppt den Klimawandel: Jetzt ist es an der Zeit etwas zu tun!

Da die Politik von der Industrie bestimmt wird, liegt es an uns, das Thema weiter anzufachen, dass es früher oder später zu einem wichtigen Punkt in der Regierung wird. Bitte hilf mit uns allen, bei den Mitmenschen das energiebewusste Verhalten schärfen. Teile diesen Beitrag oder denke Dir bitte einen weiteren Punkt aus und schreibe diesen als Kommentar darunter. Wir danken Dir im Voraus ♥

Die Nakieken Familie

Quelle(n) und weiterführende Links: WWF Deutschland, Greenpeace und wer mag, kann hier in unserem Blog auch mal sehen, wie hoch die eigene Stadt über dem Meeresboden liegt.

Kategorie Familienleben und Themen, Life-Hacks

Autor:

'Nakieken' heißt in Plattdeutsch soviel wie "genauer hinsehen" und genau das machen wir hier im Blog. Ich als der Familienpapa entdecke mit unserer kleinen Familie die Welt und alles was uns wichtig erscheint, müssen wir hier mit euch in diesem Familienblog teilen. Abonniere uns doch in den Sozialen Medien, damit du immer auf dem Laufenden bleibst: Wir posten Fotos in Instagram, berichten von unseren Familienthemen auf Facebook und Twitter, doch der sicherste Kanal ist der RSS-Feed. Vielen Dank für Dein Interesse und bis bald :-)

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