Moin Freiheit! Wir sind unter die „Vanausbauer“ gegangen
Es ist offiziell: Unser kleines Nakieken Blog bekommt Zuwachs. Und nein, es ist kein neuer Laptop oder eine schicke Kamera, sondern ein älteren, charmanten silberner Brocken aus Blech, etwas Schweiß und dem Aroma von zehn Jahren harter Arbeit im mobilen Handwerk.
Dürfen wir den „kleinen“ vorstellen? Unser neuer alter 2015er Renault Master L2H2. Ehemaliger Werkstattwagen, optisch… sagen wir mal: „erfahren“, aber hoffentlicht echnisch bereit für das nächste große Abenteuer. Er hat vielleicht ein paar kleine Beulen, ein paar Bumper fehen, aber wer hat die in dem Alter nicht?
Das Projekt: Budget-Camper statt Luxus-Schlitten
Während andere sich für den Preis eines Einfamilienhauses einen fertigen Hochglanz-Camper kaufen (können), haben wir uns für den Weg „Marke Eigenbau“ entschieden. Warum? Weil wir es bestimmt können und einfach nicht das Geld dafür haben. Dazu wollen keinen Katalog-Look, wir wollen eine rollende Koje, die ganz genau das bieten kann, was wir brauchen und die nicht so empfindlich ist, wie ein neues Fahrzeug.
Und da wir bereits viel gereist sind, wissen wir, wie gerne in moderne Gefährte eingebrochen oder jene auch gerne ganz entwendet werden. Hier die Onlineanzeige unseres künftigen Campers:

Und das Wort „Budget“ soll hier wirklich kein Marketing-Gag sein. Wir schauen wieder genau hin (ganz nach dem Motto Nakieken), was wirklich nötig ist und wo man mit Köpfchen und einer guten Stichsäge sparen kann. Der Platz ist hier natürlich auch begrenzt, weshalb uns unser Blog auch selbst um Nachschlagen dienen soll :)
Das sind die Maße des Renault Master 3 L2 H2:

Das 2-Meter-Problem (Oder: Der Kampf gegen die Physik)
Jetzt kommen wir zum Riesen im Van., ich bin 2 Meter groß und in der Welt der Standard-Camper bedeutet das normalerweise: Dauerhaftes Ducken, häufigere Kopfschmerzen und das Schlafen, das eher an die Embryonalstellung erinnert.
Der Renault Master ist zwar ein Raumwunder, aber bei meiner Länge stellt sich die Master-Frage (Wortspiel beabsichtigt hehehe): Längs- oder Querbett?
- Team Querbett: Würde uns massig Platz im Wohnraum sparen. Aber selbst mit den dünnsten Wandverkleidungen ist der Master innen keine 2 Meter breit. Ich müsste mich also entweder diagonal falten oder wir bauen „Ohren“ (Flares) ein.
- Team Längsbett: Ich kann mich ausstrecken! Aber dann ist der halbe Van nur Bett.
Aktuell stehen wir noch vor dem mit holz verkleideten Blech und grübeln, wie wir das machen werden. Das wird definitiv eine der ersten großen Herausforderungen, bei der ihr uns über die Schulter schauen könnt.
Was kommt als Nächstes?
Der Plan ist… dass wir noch keinen ganz exakten Plan haben. Zuerst wird der Werkstatt-Mief rausgeschmissen, die Beulen werden begutachtet und dann geht es natürlich ans Isolieren.

Wir nehmen euch hier in der neuen Kategorie „Vanlife“ auf Nakieken.de mit – ungeschönt, ehrlich und wahrscheinlich mit dem einen oder anderen Fluch, wenn die Schraube oder der Kleber mal wieder nicht so will wie wir.
Was meint ihr? Querbett mit „Fuß-Ausbeulung“ oder doch lieber die volle Länge opfern? Schreibt es mir erne in die Kommentare!
Viele Grüße,
Jürgen und Tanja

