Holzdielen richtig zusägen: Der richtige Schnitt durchs Holz

Für einen guten Schnitt durchs Holz stellen die richtigen Werkzeuge das A und O dar. Dazu gehören nicht nur verschiedene Sägentypen, sondern auch Werktische, um das Material fest einzuspannen. Jeder kennt den Witz von den fünf Männern vom Sägewerk, die mangels Vorhandensein, nur mit drei Fingern fünf Bier bestellen. Doch hat man erst einmal mit motorbetriebenen Sägen gearbeitet, weiß man auch, dass dies kein Witz, sondern eine sehr ernst gemeinte Warnung ist! Schutzkleidung gehört beim Holz zusägen im weiteren Sinne zum Werkzeug. Schutzbrille und festes Schuhwerk sind Mindestmaß, bei Arbeiten mit Kettensägen dürfen auch Arbeitshandschuhe und -kleidung nicht fehlen.

Holzdielen zusägen – aber mit dem richtigen Werkzeug

Der Gerätepark für Holzsägearbeiten reicht von Bügelsägen über Fuchsschwanz bis hin zu motorbetriebenen Tisch- und Handkreissägen. Auch Stich- und Tischbandsägen gehören dazu, vor allem, wenn sehr genaue und feine Schnitte, oder Öffnungen innerhalb eines Materialstückes, gesetzt werden sollen.
Je nach Schnitt- und Holzart stehen zudem unterschiedliche Sägeblätter zur Verfügung. Um entsprechend saubere Schnitte ohne Brandflächen zu erzeugen müssen, Sägeblätter in jedem Fall scharf sein. Ob grob oder fein gezahnt hängt von der Art des gewünschten Schnittes und Materialgröße ab. Als Faustregel gilt: Je feiner der Schnitt werden soll, desto „zahnreicher“ muss das Sägeblatt sein. Gewissheit schafft auch ein Blick auf die Verpackung, auf der meist die geeignete Verwendung angegeben ist.

Junge Frau sägt ein Holzbrett

Richtig Sägen – Das A und O bei der Bearbeitung von Holzdielen

Beim Holzdielen zusägen darf nie zu hoher Schub auf Werkstück oder Säge ausgeübt werden. Auch die Schnittrichtung entscheidet über die Exaktheit vom Schnitt. In Maserrichtung zu schneiden, erscheint zwar leichter, doch hier bricht die Säge gern mal aus der vorgegebenen Schnittrichtung und folgt der Maserung. Entgegen der Maserung geschnitten verspricht bessere Einhaltung der Laufrichtung, doch bei zu schnellem Schub fransen die Schnittkanten aus. Liegt die Säge bei der Arbeit in der Hand und verfügt über keine Auflageführung, muss zudem genau darauf geachtet werden, dass das Sägeblatt nicht verwinkelt, sondern im rechten Winkel angesetzt wird. Schnell blockiert die Säge sonst im Material oder der Schnitt wird „schief“.

Wer sich zum ersten Mal mit dem Thema Holz zusägen beschäftigt, ist gut beraten, zunächst Übungsschnitte an einfachen Leimholzplatten unterschiedlicher Holzarten vorzunehmen, um ein Gefühl für Säge und Holz zu bekommen.