Nakieken, das Familienmagazin

Unsere liebsten Reisespiele für unterwegs

Schach am Pool

Wenn es auf die nächsten Reisevorbereitungen zugeht, kennt es doch jeder. Die Checklisten sind durchgelesen, die Handys und Tablets mit Filmen und Musik vollgepackt, doch eine Kleinigkeit fehlt noch. Was spielen wir im Flugzeug, am Pool, am Meer oder in der Bar nebenan? Die Angebote sind vielfältig, dahier erzähle ich euch von unseren Lieblingsspielen, wenn wir auf die Reise gehen:

1. Mit Ingress die Welt entdecken

Etwas vergleichbares gibt es leider nicht, nein wirklich nicht! Das muss man erlebt haben. Ich wähle absichtlich das Wort „Erlebt¨ – denn es differenziert dieses Spiel schon mit über 98% aller anderen Spiele. Oder kann man CandyCrush erleben? Ich denke nicht. lach Es beginnt schon damit, dass man es nicht alleine spielt.

Bei Ingress entdeckt man Elemente aus dem klassischen Risiko wie auch dem GeoCaching. Dabei handelt es sich um eine moderne Form der Schatzsuche, die gleichermaßen Jung und Alt in ihren Bann zieht. Man spielt es mit unzähligen anderen Spielern auf der ganzen Welt und ist ideal um eine fremde Stadt kennenzulernen. Wie das geht? In der Vorgeschichte erfährt man, dass im CERN Teilchenbeschleuniger ein Unfall passiert. Das Resultat ist, dass überall auf der Welt eine neue Energieform austritt. Die zwei Fraktionen im Spiel, welches man nur mit Smartphone spielen kann, unterscheiden sich nur in der Farbe und der Ansicht, ob diese neue Energie jetzt etwas Gutes oder Schlechtes ist, ob man diese nutzen sollte oder unterbinden.

So läuft man mit der App auf dem Handy durch die Welt und erobert die Portale, aus denen diese Energieform austritt. Dazu muss man sich in er wirklichen Welt dorthinbewegen – man kann es nicht von der Couch aus spielen. Und genau das macht es so interessant! Diese Portale sind oft Monumente, Denkmäler, Kirchen und so weiter – oft durch zusätzliche Missionen erweitert, bieten diese einen idealen Weg für Sightseeing mit tollen (virtuellen) Souvenirs. Das schöne daran ist, es ist praktisch werbefrei und kommt von einer Tochterfirma des Weltkonzerns Google.

Jürgens Meinung: Ich bin regelrecht süchtig danach und kann es daher natürlich jedem nur empfehlen. ¨It´s time to move¨, lautet der Slogan – nicht unberechtigt und sehr passend, wenn man auch einen Weg sucht, auf eine Reise zu gehen :-) Hier gehts dazu auch noch etwas mehr in die Tiefe.

2. Rätselgeschichten für gesellige Abende

Auch wenn es so verpackt scheint, ist es kein Kartenspiel! Das bekannteste aus der Serie ist „Black Stories“ ist nicht für Kinder geeignet (dafür gibt es die „Junior“-Serie). Hier geht es darum brutale Mode oder auch Unfälle wie ein Detektiv aufzuklären. Das läuft so: Man sitzt zusammen und der erste Spieler zieht eine Karte vom Stapel. Diese gruselige Geschichte darauf liest man den Freunden dann vor. Während die Mitspieler schon mal über der Geschichte brüten liest man die Rückseite der Karte mit der Lösung des Falls still durch. Die Mitspieler müssen nun versuchen den Fall aufzulösen und können nacheinander Fragen an den Spieler stellen, der die Karte vorgelesen hat und die Lösung kennt. Wenn die Gruppe gut zusammenpasst, kann das ein echter Abendfüller werden und macht einen großen Spaß. Aber es kommt eben auf die Mitspieler an, was diese daraus machen … etwas Fantasie und gute Laune (und ein paar Getränke um die Lippen zu lockern) muss man schon mitbringen. Ein Beispiel:

Ein Taucher mit Taucherausrüstung liegt tot in einem abgebrannten Wald. Was ist passiert? (Lösung am Ende des Artikels)

Die anders gefärbten Versionen der Black Stories sind für Kinder, verliebte usw. für jede Gelegenheit das richtige Spiel.

Wie oft läuft man als Kartenspielallergiker in Spielegeschäften schnell an den Regalen vorbei – bloß kein Kartenspiel, nein Danke? In dem Fall kann ich nur dazu raten, mal stehen zu bleiben und die bunten Rätselgeschichten genauer anzusehen.

3. Skip-Bo unser Evergreen auf den Reisen

SkipBo am Pool

Wer bis hier gelesen hat, kann sich schon denken, dass ich kein großer Fan von Kartenspielen bin. Skat und andere Kartenspiele sind nicht meine Welt – bei diesem hier ist das anders, und ich kann nicht sagen warum. Dabei ist eigentlich nichts wirklich besonderes am Regelwerk – vielleicht nur, dass auch unsere Tochter es gerne spielt? Es ist mir ein Rätsel.

Ob am Meer, Pool oder am Abend im englischen Pub um die Ecke: Skip-Bo ist ein Allrounder, den man aggressiv oder strategisch, alleine oder in Teams spielen kann. Ziel des Spiels ist nur, als erster Spieler die Karten des Spielerstapels abzulegen. Dazu ist fast jedes Mittel recht. Unsere Tochter mit inzwischen 8 Jahren spielt auch gerne mit – empfohlen wird das Spiel ab 7 Jahren und kann ab 2 mit bis zu 6 Spielern gespielt werden.

Das waren erstmal unsere aktuellen Lieblingsspiele. Was spielt Ihr denn noch gerne im Urlaub? Wenn es noch etwas gibt, das ich vergessen habe oder vielleicht nicht kenne, würde ich mich über jeden Tipp freuen – schreibt eure Spielbeschreibung doch einfach darunter, dann haben alle Leser etwas davon.

Bis bald,
Jürgen

Lösung zur „Black Stories“-Frage von oben: Der Taucher schwamm in einem See. Da kam ein Löschflugzeug und saugte Wasser aus dem See um damit einen Waldbrand zu löschen. Der Taucher wurde mit eingesaugt und dann über den brennenden Wald fallen gelassen! (Diese Geschichte soll tatsächlich wahr sein)