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Und was mach ich nach der Schule?

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Der Weg ins Berufsleben: Wenn die Schulzeit zu Ende geht, dann steht als allererstes die Berufswahl auf dem Plan, doch viele junge Menschen haben Probleme damit. Besonders für junge Menschen, die erfolgreich ins Berufsleben starten möchten, kann eine Berufsberatung sehr hilfreich sein.

Wenn die Schulzeit zu Ende geht, dann steht als allererstes die Berufswahl auf dem Plan. Doch viele junge Menschen haben Probleme damit, herauszufinden welcher Beruf der Richtige ist. Bei der Berufswahl spielen viele Faktoren mit ein. Daher kann die Berufsberatung durchaus nützlich sein. Ein erfahrener Berufsberater kann so die Talente und die Fähigkeiten einzelner Schüler genau analysieren und auf dieser Grundlage bestimmte Berufe vorschlagen. Daher ist eine Berufsberatung besonders für junge Menschen sinnvoll, die noch immer nicht wissen, welcher Beruf für sie in Frage kommt.

Auch für Schüler mit festem Berufswunsch

Auch für junge Menschen, die bereits klare Vorstellungen haben, welchen Beruf sie erlernen möchte, kann eine Beratung durchaus sinnvoll sein. Denn so können zum gewünschten Berufsfeld vielleicht noch andere Aspekte aufgezeigt werden, die dem oder der Bewerberin bislang nicht so klar waren. Zusätzlich dazu kann eine Berufsberatung auch einen realistischen Blick auf die Berufschancen in dem gewählten Beruf aufzeigen und Informationen zu offenen Lehrplätzen, oder Studienmöglichkeiten in diesem Bereich vermitteln. Wenn der Traumberuf dann nur schwer zu realisieren ist, besteht auch die Möglichkeit Alternativen vorzuschlagen. Generell ist es nicht besonders hilfreich, wenn bezüglich Studien- oder Ausbildungsplatz nur eine Alternative vorhanden ist. Bessere Chancen haben Schüler, die Interesse an verschiedenen Ausbildungsberufen haben, da sie so recht flexibel reagieren können.

Die Berufsberatung und ihre Aufgaben

Der Einstieg ins Berufsleben ist nicht immer einfach. Die Herausforderungen im Vergleich zur Schulzeit sind in der Regel völlig anders. Zusätzlich zur Arbeit muss dann auch noch die Berufsschule besucht werden. An diesen neuen Ablauf müssen sich Schulabgänger erst gewöhnen. Der Einstieg ins Berufsleben kann jedoch vereinfacht werden, wenn genaue Vorstellungen vorhanden sind. Denn sonst kann der vermeintliche Traumjob schnell zu einer großen Enttäuschung werden. Wenn die Ausbildung nicht den eigenen Vorstellungen entspricht, bleibt die Motivation auf lange Sicht auf der Strecke. Daher sollten sich Schüler nicht davor scheuen in der Berufsberatung viele Fragen zu stellen. Grundsätzlich kann die Berufsberatung zwar nur ein recht theoretisches Bild vermitteln, daher ist es für viele auch empfehlenswert zunächst ein Praktikum zu absolvieren. Auch bei der Suche nach einem Praktikumsplatz kann der Berufsberater helfen. Manchmal ergeben sich auch Möglichkeiten für einen Praktikumsplatz durch Verwandte oder Lehrer. Eine Ausbildung ist zwar immer eine große Herausforderung, doch durch ein Vorpraktikum, können die größten Hürden schon einmal beseitigt werden.

Berufsberatung in der Arbeitsagentur und in den Schulen

Die Berufsberatung begleitet Jugendliche auf ihren Weg ins Berufsleben. Die erste Orientierung sollte schon zwei Jahre vor Schulabschluss beginnen. Den Weg von der ersten Orientierung, bis hin zum Ausbildungsvertrag können die erfahrenen Berufsberatern komplett begleiten. In der Agentur für Arbeit kann die Berufsberatung zu den Sprechzeiten in der entsprechenden Region aufgesucht werden. In der Regel sind Berufsberater auch regelmäßig in Schulen unterwegs. Im Rahmen des normalen Unterrichts erhalten die Schüler dann alle notwendigen Informationen rund um weiterführende Schulen, Ausbildungsmöglichkeiten, dem örtlichen Arbeitsmarkt und den Bewerbungsmodalitäten. Die erste Orientierung dient dabei den Schülern, herauszufinden welcher Beruf zu einem passt und welche Stärken, Talente und Interessen man hat. Besonders dann wenn der eigentliche Wunschberuf doch nicht realisiert werden kann, müssen andere Alternativen aufgezeigt werden. Daher ist es auch wichtig, sich so früh wie möglich um sein Berufsleben Gedanken zu machen. Auch Eltern sollte ihre Kinder in dieser Zeit unterstützen. Zusätzlich können die Bewerbungsunterlagen bei der Berufsberatung durchgecheckt werden. Des Weiteren haben Schulen die Möglichkeit bestimmte Informationsveranstaltungen durch die Agentur für Arbeit in ihren Klassen durchzuführen. Des Weiteren werden von der Arbeitsagentur auch spezielle Beratungsteams rausgeschickt, die spezielle Fragen von Abiturienten, oder anderen Schulabgängern, die studienberechtigt sind entgegennehmen und sich um den Berufseinstieg speziell für Menschen mit Behinderungen kümmern.

Weiterführende Links:
Beratungsservice
Agentur für Arbeit in Aurich

Übersicht: Welche Versicherungen brauche ich zum Start in das Berufsleben?

Für Berufsstarter bedeutet der Einstieg ins Berufsleben nicht nur große Freiheit, sondern auch große Verantwortung. Besonders zu Beginn des Berufslebens sollte ein ausreichender Versicherungsschutz vorhanden sein. Dabei gibt es jedoch Versicherungsarten, die besonders sinnvoll sind und andere wiederum nicht. Generell gelten beim Versicherungsschutz für Berufsanfänger folgende Faustregeln: Grundsätzlich sollte man sich nur gegen existenzbedrohende Gefahren absichern. Zusätzlich dazu sollte man sich nicht nur auf staatliche Systeme verlassen, denn besonders in den ersten Jahren der Berufstätigkeit bieten diese keinen ausreichenden Schutz. Hier meine Übersicht wichtiger Versicherungen:

Berufsunfähigkeitsversicherung

Bereits in 2001 wurde die gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente abgeschafft. Die Leistungen beziehen sich nun nur noch auf eine Erwerbsminderungsrente. In den ersten 5 Jahren haben Berufsanfänger darauf aber keinen Anspruch. Denn Voraussetzung dafür ist, dass mindestens 60 Monate lang bereits Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt wurden. Das bedeutet, dass der Staat keinen Cent bezahlt, wenn der Arbeit aufgrund von Unfall, oder Krankheit nicht mehr nachgegangen werden. Aber auch später sind die Leistungen von der gesetzlichen Rentenversicherung sehr niedrig. Wer den Ganz zum Sozialamt bei Berufsunfähigkeit vermeiden möchte, der sollte sich rechtzeitig um eine private Vorsorge kümmern. Im Bereich der Berufsunfähigkeitsversicherung stehen die Versicherungsbedingungen zunächst im Vordergrund. Dabei sollte das Hauptaugenmerk nicht nur auf einen niedrigen Beitrag liegen, denn die Konditionen der einzelnen Versicherungsgesellschaften variieren stark. Wer sich hier für den falschen Anbieter entscheidet, der kann schnell Probleme mit einem zu geringen Leistungsangebot bekommen.

Der private Haftpflichtschutz

In Deutschland gilt, wer einem anderen einen Schaden zufügt, der muss dafür in unbegrenzter Höhe haften. Meist handelt es sich dabei zwar nur um ein kaputtes Sofa oder um eine zerbrochene Brille, doch besonders bei Personenschäden kann die Haftung schnell die hunderttausend Euro Grenze erreichen. Daher ist eine private Haftpflichtversicherung unbedingt notwendig. Mittlerweile gibt es ein großes Angebot in diesem Bereich und die Jahresbeiträge belaufen sich meist nur auf um die 40 Euro.

Die Unfallversicherung

Ebenso wichtig wie die private Haftpflicht ist die Unfallversicherung. Denn wenn beispielsweise bleibende Schäden durch einen Unfall entstehen, dann führt das nicht selten zu sehr hohen Kosten beispielsweise für einen behindertengerechten Umbau des Autos. Die gesetzliche Unfallversicherung deckt jedoch nur Arbeitsunfälle ab. In der Regel passieren aber die meisten Unfälle in der Freizeit, daher sollte der Schutz durch eine Unfallversicherung nicht unterschätzt werden.

Krankenversicherung

Eine Krankenversicherung ist grundsätzlich Pflicht. Wer als Berufsstarter ein sogenanntes Angestelltenverhältnis eingeht, der ist automatisch in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert. Vorausgesetzt das Jahreseinkommen liegt unter 50.850 Euro. Wer die Vorteile einer privaten Krankenversicherung nutzen möchte, bei dem muss das jährliche Bruttoeinkommen jedoch über die sogenannte Pflichtversicherungsgrenze liegen. Wer unter dieser Grenze liegt hat immer noch die Möglichkeit bei seiner gesetzlichen Krankenversicherung spezielle Zusatzleistungen gegen eine kleine Prämie mitzuversichern. Außerdem hat seit 2002 jeder das Recht die gesetzliche Krankenkasse frei auszuwählen.

Private Altersvorsorge

Jeder Arbeitnehmer muss Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Da die gesetzliche Rente im Alter jedoch nicht ausreicht, ist eine zusätzliche private Altersvorsorge zwingend erforderlich. Je früher man damit startet, desto besser. Denn je geringer sind die Beiträge die aufgewendet werden müssen. Hierbei greift der sogenannte Zins- und Zinseszinseffekt. Seit 2002 besteht außerdem noch die Möglichkeit die betriebliche Altersvorsorge zu nutzen. Diese Altersvorsorge ist durch die steuerlichen Subventionen noch günstiger.

Die Risiko-Lebensversicherung

Eine Risiko-Lebensversicherung ist nur für denjenigen zu empfehlen, die bereits eine Familie besitzen oder die andere nahstehende Menschen finanziell absichern möchten. Außerdem macht diese Versicherung nur Sinn, wenn noch keine Absicherung gegen den Todesfall vorhanden ist. In diesem Bereich gibt es inzwischen Versicherungsgesellschaften, die auch kostengünstige Versicherungsprämien anbieten. Anstelle einer Risiko-Lebensversicherung kann auch eine Kapital-Lebensversicherung abgeschlossen werden, diese sichert dann auch gleichzeitig einen Teil der Altersvorsorge ab.

Die Hausratversicherung

Viele Berufsstarter besitzen meist auch eine eigene Wohnung. Daher sollte man sich auch direkt Gedanken über einen ausreichenden Versicherungsschutz machen. Unbedingt vorhanden sein sollte eine Hausratversicherung. Diese sichert alle Gegenstände im Haushalt ab und zwar gegen Einbruchdiebstahl, Feuer, Leitungswasser, Vandalismus und Elementarschäden wie Erdrutsch, Überschwemmungen oder Sturm und Hagel ab. Bevor man sich für einen bestimmten Anbieter in diesem Bereich entscheidet, sollte man aber gründlich vergleichen. Denn besonders bei Hausratversicherungen gibt es große Unterschiede beim Leistungsumfang. Was auch beachtet werden sollte ist die Selbstbeteiligung. Viele Versicherungsgesellschaften bieten eine Selbstbeteiligung in Höhe von 500 Euro an, dafür sind die Beiträge dann meist günstiger. Wenn möglich sollte auf eine Selbstbeteiligung jedoch verzichtet werden, denn der Versicherte muss für eventuelle Schäden dann bis zur Höhe der Selbstbeteiligung haften.

Wenn ich noch etwas vergessen habe, freue ich mich auf jeden Hinweis oder jede Meinung.
Euch ein schönes Wochenende,
J.Jester