World War Z auf Gran Canaria

world war z

Ein bildgewaltiger Roman dachte ich, als ich World War Z weggelegt und abgeschlossen hatte. Vielleicht hätten die Macher von ‚The Walking Dead“ mal diese Sammlung an Kurzgeschichten studieren sollen. Ich kann leider nicht sagen, dass ich das Buch sonderlich mochte, da es im Gegensatz zu anderen Romanen einfach keinen interessanten Plot gibt, keinen Protagonisten – außer dem Virus mal abgesehen. Ein Interview nach dem anderen wird (nachdem der Zombie-Krieg mehr oder weniger gewonnen war) mit verschiedenen Menschen, die diese Katastrophe überlebt haben, durchgeführt. Einige dieser Geschichten hätte sich bestimmt so mancher Leser etwas länger gewünscht, andere Schilderungen waren meiner Meinung eher überflüssig.
Aber so ist es mit dem persönlichen Geschmack, daher möchte ich das Buch hierfür nicht verurteilen. Ich für meinen Teil habe mir nur etwas ganz anderes vorgestellt, als ich dieses Buch gekauft habe . Vielleicht etwas mehr so wie der gedrehte Film „World War Z“, der aber auch mehr für die Masse gedreht wurde, um sicherlich möglichst viel Geld einzuspielen – nur mit Genere-Fans kann man ja schließlich kein Geld verdienen. Kurzum, das Buch visualisiert im Kopf einige heftige Szenarien, die bisher von der Filmindustrie nicht aufgegriffen wurde und sicher nicht werden. Denke ich an den sozial in sich gekehrten japanischen Hacker, der noch Zuhause wohnte und der nichtmal mitbekam, dass seine Eltern bereits tot waren – erst als er zwei Tage später dem notwendigen „Übel“ Hunger nachkommen wollte. Erst hier erkannte er, dass die reale Welt nicht mehr die war, die er bisher so verabscheut hatte. Oder der Veteran, der doch den Hiroshimablitz das Augenlicht verlor und doch trotzdem erfolgreich gegen die Zombies behaupten konnte, weil er seine Sinne ganz anders nutzte. Andere Geschichten, wie die aus Israel konnte man vor dem inneren Auge leicht auf die Kanaren transferieren und es war auch schon reizend, sich vorzustellen, wie man hier seine Familie schützen könnte – in einem Hotel am Meer mit einer Menge Lebensmittel aber auch einer Menge Infizierter – und alles ohne Schusswaffen. Doch zurück zum Blog :)

… dann kam der Film World War Z

Doch genau dieser Film sollte uns ein wenig trösten, bis endlich die neuen Folgen von „The Walking Dead“ ausgestrahlt werden. Wenn der Trost auch nur knapp 2 Stunden lang war, so war der Film schon sehenswert! So toll die Crowd-Effekte auch waren, es ist nur leider nichts „hängengeblieben“. Viele Filme aus diesem Genre bieten Szenen, die ewig haften bleiben. „Dawn of the Dead“ war so ein Film, mit einem tollen Storyboard und einigen Szenen, an die man sich im „Reallife“ immer mal wieder erinnert, wie beispielsweise die Parkhausszene. Hand aufs Herz, wer denkt nicht daran, wenn man nachts als „Letzter“ in einem halbdunkeln Parkhaus den Wagen sucht … als kämen die Zombies gleich um die Ecke gerannt.

Fazit: Buch wie Film sind durchaus empfehlenswert. Doch wer im (Hör)Buch einen Roman im klassischen Sinne glaubt, irrt leider. Dafür wird man mit einigen tollen Kurzgeschichten belohnt. Der Film hingegen hat mit dem (Hör)Buch nichts gemein außer dem Zombie Krieg. Keine der Figuren habe ich aus dem Buch wiedererkannt … sehr seltsam eigentlich – aber auch egal ^^
Mal sehen was als nächstes kommt.
Euer Jürgen

[Gesamt:0    Durchschnitt: 0/5]
Kategorie Reiselektüre, Romane und Angelesenes

Hallo, ich bin Jürgen, Familienvater mit dem Drang die Welt mit meiner kleinen Familie zu entdecken. Wenn wir uns nicht gerade in Ostfriesland aufhalten finde ich hin und wieder die Zeit für Reiselektüre, tippe hier in unserem Urlaubs- und Reiseblog oder poste Bilder auf unserem Instagram Profil :-) Schaut doch mal rein. Bis bald!

Einen Kommentar für andere hinterlassen?