Might & Magic – Heroes 6 – Shades of Darkness mit Tiefgang, ein Fantasy-Klassiker

Might & Magic: Heroes 6 hat eine Erweiterung mit dem spannenden Namen Shades of Darkness erhalten, das mit einem Preis von 30 Euro eine Anschaffung wert ist. Shades of Darkness überzeugt vor allem durch seinen Schwierigkeitsgrad und die Story, die seinen Vorgänger in allen Punkten überschattet. Kleine Schwächen weist das HOMM-Spiel dennoch auf.

Die Geschichte von Might & Magic

Im Alter von 22 Jahren ist das Prinzip der Serie bekannt, die ihren Anfang in den 80er Jahren mit dem Titel Might & Magic Book nahm. 1995 erschien dann das erste Might & Magic Heroes von New World Computing, welches begeisterte. Das Schachbrettsystem hat sich bis heute gehalten und bringt schwierige Kämpfe mit viel Taktik. Der Vorgänger von Shades of Darkness wurde am 13. Oktober 2011 veröffentlicht und konnte mit einer guten Leistung überzeugen. Die Story wurde von einem Geschwisterstreit um ein Erbe geführt, die manchmal große Schwächen aufwies. Gerettet hat das Spiel die große Welt und Erkundungsmöglichkeiten. Ebenfalls war die Grafik sehr interessant, denn die Welt war fantasievoll und mit vielen Details gespickt. Shades of Darknes trumpft dabei noch mehr auf und fasziniert auf lange Sicht.

Regt zum Nachdenken an

Der Einstieg zu Shades of Darkness wird gekonnt durch Animationen in Szene gesetzt, die aber schon die größte Schwäche des Spiels aufweisen. Leider hat Ubisoft die Engine vom Vorgänger genutzt und in keiner Weise verbessert. Damit ist die Grafik einfach zu alt um jetzt noch überzeugen zu können. Die Details sind zu erkennen und die Farben verspielt, doch bleibt der Spaß ein wenig an der alten Grafik hängen. Enttäuschend ist auf keinen Fall die Story. Es gibt zwei Handlungsstränge und acht Szenarios, die sehr fordernd sind und viel Gehirnschmalz verlangen. Eine Story handelt von dem Untoten Vein, der die Nekromanten anführt, die Veteranen bereits bekannt sind. Vein zieht aus um ein Heilmittel gegen eine Seuche zu suchen, die langsam aber sicher seine Bevölkerung dahinrafft. Seine Wege kreuzen sich mit dem Dunkelelfen Raelag, der schon aus dem fünften Teil bekannt ist und führt die Dunkelelfen an. Raelag ist aber noch auf der Suche nach einem Meuchelmörder, den er durch die Unterwelt jagt. Diese zwei Antihelden sind miteinander verwoben und lassen die Geschichte leben und geben ihr Kraft, was äußerst angenehm ist. Ubisoft hat es dennoch nicht geschafft, die Synchronsprecher zu motivieren. Fazit sind sprachlich ausgefeilte Dialoge, die aber an Tiefe und Atmosphäre verlieren, weil es langweilig synchronisiert ist.

Spielerisch Top

Might & Magic: Heroes 6 – Shades of Darkness überzeugt in der Kampagne vor allem durch das Erkunden, welches sehr viel Spaß macht. Die Karte wird wie immer durch Truppen erforscht und dabei ist die Grafik sehr angenehm. Überall gibt es Truhen zu finden. Das Spiel ist ab zwölf Jahren freigegeben, doch kann es nur schlecht für das Alter empfohlen werden, denn der Schwierigkeitsgrad ist selbst auf Leicht sehr knackig und die Kampagnen erfordern viel Taktik.

Kinder unter 16 werden es schwer haben. Das Spiel gibt nämlich keine Zeit zum Überlegen. Die Kämpfe sind nicht unbedingt fordernd und wird schnell routiniert, nur die Bosskämpfe überzeugen, die aber zu rar gesät sind. Auf der Kampagnenkarte müssen selbst Veteranen einige Male neu beginnen, denn das Spiel führt einen gern an der Nase herum. Das hebt aber die Motivation. Shades of Darkness kann damit nicht nur Veteranen, sondern Neueinsteiger begeistern, auch wenn die Grafik und Umsetzung ein wenig enttäuschend sind.

Alles in allem bin ich sehr zufrieden, mit dem Titel so manche Nacht zum Tage zu machen :-)

Bis bald,
Jürgen

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