Ideal für den Urlaub: Eragon – Das Vermächtnis der Drachenreiter

Als Eragon auf der Jagd einen blauen Stein findet, ahnt er nicht, dass dieser Fund sein Leben verändern wird. Denn aus dem Stein schlüpft ein Drachenjunges und beschert Eragon ein Vermächtnis, das älter ist als die Welt. Über Nacht wird er in eine schicksalhafte Welt voller Magie und dunkler Mächte geworfen, die regiert wird von einem Herrscher, dessen Grausamkeit keine Grenzen kennt. Mit nichts als einem Schwert bewaffnet, stellt sich Eragon dem Kampf gegen das Böse, an seiner Seite seine treue Gefährtin, der blaue Drache Saphira.

Bei Eragon – Das Vermächtnis der Drachenreiter handelt es sich um den ersten Teil des 2004 erschienenen Buches, das den Grundstein für eine ganze Serie bildet. Es könnte mit den Worten „klassische Heldengeschichte“ bezeichnet werden, die vor allem durch die einzelnen Personentypen getragen wird. Trotz vieler bekannter Elemente, die älteren Lesern bekannt sein müssten, ist ein Blick nach Alagaesia zu empfehlen.

Ein Hirtenjunge wird zum Drachenreiter

Eragon ist zu Beginn des Buches ein ahnungsloser Bauernjunge von 15 Jahren, der nach der Arbeit ein Drachenei findet, das er mit nach Hause nimmt. Nach einiger Zeit schlüpft ein Drache namens Saphira aus dem Ei, die sich telepathisch mit Eragon unterhalten kann. Sie verbindet ein uraltes Schicksal, das Eragon zum Drachenreiter werden lässt. Zusammen müssen sie sich vor dem König Galbatorix beschützen, der es auf Saphira abgesehen hat. So verläuft die Story des ersten Buches, das vom damals fünfzehnjährigen Christopher Paolini verfasst wurde. Liebevoll geschrieben präsentiert es sich den Lesern und kann junge Leser voll überzeugen. Ab einem Alter von 16 Jahren wird das Buch zwar fantasiereich, jedoch werden dann viele bekannte Einflüsse aus anderen Fantasiewerken mit eingebunden, die Liebhabern des Genre allzu bekannt vorkommen. Hier eine schöne Elfe, in die sich der Protagonist verliebt, dort Zwerge, die sich mürrisch in den Kampf stürzen und der Vater, der auf einmal wieder auftaucht. Die Darstellung der Drachen erinnert sehr an Hohlbein und die Geschichte ist stark von der typischen romantischen Heldengeschichten beeinflusst.

Ein kleines Meisterwerk

Trotz der eigentlich simplen Story und der stereotypischen Personengestaltung schafft Paolini eine einzigartige Atmosphäre, die das Buch zu einem kleinen Schmuckstück machen. Es ist erkennbar, dass der Autor zur damaligen Zeit noch sehr jung und nicht ausgereift genug für den Stoff war, doch ist das bei Eragon nicht einmal ein Kritikpunkt. Er will mit Magie überzeugen und schafft es auch.

Für mich ist nach dem ersten Teil Schluss. Die Zielgruppe ist sicherlich unter dreißig einzuordnen, aber schön war es trotzdem. Viel Spaß aber,
Jürgen

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