Fix gelesen: ‚Der Canyon‘ von Douglas Preston

canyon roman

Der Canyon von Douglas Preston: Das Library Journal schrieb „Michael Crichton wäre froh, wenn er nur halb so gut schreiben könnte wie Douglas Preston„.

Ich muss zugeben, dass das für mich ein Provokationskauf geworden wäre, wenn ich das Buch nicht von Andree und Anja als Geschenk bekommen hätte. Mir zu erzählen, ich hätte ein zweitklassiges Buch gelesen, das ich doch so innig liebte und das einen Ehrenplatz in meinem Bücherregal hat?

Ich liebte Michael Crichtons beschriebenen Dinosaurier und noch immer danke ich Steven Spielberg, wie er mir diese herrlichen Geschöpfe im Film gezeigt hat. Da ich mich aber auch zu den Fans von Preston (und Child) zähle, vermutete ich hier einen wirklichen Über-Kracher von einem Roman!

In dieser fast schon Wild-West Geschichte jagt ein Fosiljäger seinen Traum, bis er letztendlich den Fund seines Lebens macht. Ein hervorragend erhaltener Tyranysaurus Rex wartet nur darauf Ihn berühmt und reich zu machen. Leider gibt es skrupellose Mächte (wie überall, wo Geld im Spiel ist), die auch hier gegen diesen armen Glücksritter ziehen um diesem seinen Fang mit aller Macht zu entreißen. Dies zeigt, dass auch in der Wissenschaft menschen Sitzen, die Ihr Leben nicht ser selbigen verschrieben haben, sondern Ihrem Bankkonto. Und diese arbeiten ebenfalls mit Kriminellen zusammen die Ihre eigenen Ziele und Reichtümer mehren. Ein Drama und Thriller in einem, bei viele interessante Figuren mitspielen – ja ich sage gewollt mitspielen, denn der Roman ist erstklassig geschrieben und in die deutsche Sprache übersetzt. ich erinnere mich eher an einen Film, als an ein Buch, wenn ich an „der Canyon“ denke. Doch Dinosaurier-Liebhaber aufgepasst: Den Leser (oder die Leserin!) erwarten hier nur ein paar „fantastische“ Ausflüge in das Leben des Fossils als kurze Zwischen-„Teaser“, mir fehlt dazu das richtige Wort, wer hilft? Jedenfalls dreht sich die Geschichte nur um die interessanten Charaktere, eine traumhafte Landschaft und der Jagd, wer zuerst das Fossil „erreicht“, mehr darf ich nicht verraten, sonst nehme ich die Spannung.

Fazit: Vielleicht waren genau wegen der zu Anfang erwähnten Kritik meine Erwartungen zu hoch und trübten doch meine Stimmung, denn meinen Erwartungen wurde dieser Roman leider nicht gerecht. Ein kassisches Beispiel, dass man auch im Marketing aufpassen sollte, welches Lob man auf einem Cover zitiert. Vermutlich saß hier jemand in der Werbeabteilung, der etwas jünger war und nicht das ganze Leben auf solche Dinosaurier gewaretet hatte, wie die, die uns Crichton und daraus resultierend Spielberg dann schenkten. Anyway – der Roman ist gut. Die Erzählung ist wirklich und logisch aufgebaut und könnte durchaus in der heutigen Zeit spielen.

Ich würde es wieder kaufen, da bin ich sicher – aber unter anderen Voraussetzungen.

Jürgen

[Gesamt:1    Durchschnitt: 4/5]
Kategorie Reiselektüre, Romane und Angelesenes

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