Nakieken, das Familienmagazin

Urlaub im Beach Albatros Resort und Spa Hotel Hurghada

Strand

28 Oktober, der Ferienflieger von Air Berlin gibt vollen Schub auf der Startbahn. Ich kralle mich (mal wieder) in den Sitz und versuche nicht daran zu denken, welche Belastungen die einzelnen Bauteile ausgesetzt sind. Es ist noch dunkel, als der Flieger schließlich den Boden hinter sich lässt und die Nase nach oben zieht. Irgendwie kann ich noch nicht wirklich richtig glauben, dass wir auf dem Weg nach Ägypten sein sollen, dem Land der Pyramiden und der Pharaonen – aber das geht mir in jedem Urlaub so. Der Gedanke an die Geschichte, die mich schon als Kind in den Bann gezogen hatte, half mir gegen die Flugangst fast genau soviel, wie die beruhigende Hand auf der meinen. Es war die Hand von meiner Liebsten, die wie immer versucht, mir die letzte Flugangst zu nehmen.

Doch keine Stunde später sollte ich zum ersten mal über einer geschlossenen Wolkendecke einen Sonnenaufgang erleben. Dieses Schauspiel hatte mich so sehr in den Bann gezogen, dass ich nicht mal daran gedacht habe die Kamera herauszuholen um dieses zauberhafte Licht über den Wolken einzufangen. Aber es war sicher besser so, denn es wäre mir sicher eh nicht geglückt, und so hatten wir auch viel mehr davon. Es war magisch – aber was erzähle ich hier, es ging doch eigentlich um den Urlaub den wir in Ägypten gebucht hatten, also los, zurück zum Thema ;-)

Unseren Urlaub hatten wir im Hotel BEACH Albatros Resort und Spa in Hurghada (Ägypten) gebucht. Wir haben uns vielmehr von meinen Schwiegereltern anstecken lassen, die in diesem Hotel schon acht oder neun mal ihren Urlaub verbracht haben – für uns unglaublich. Doch da wir vorher schon so viel positives aus erster Hand erfuhren, verstanden wir deren Entscheidung, immer wieder dorthin zurückzukehren, weil es genau deren Traumurlaub ist, auf den sie sich jedes Jahr freuen.

Wer zum ersten mal die 4 ein halb Stunden nach Hurghada fliegt, weiß sicherlich wie herrlich auch der Landeanflug ist, daher gleich mein erster Tip: Fensterplatz sichern, wenn man die Ecke noch nicht so kennt, den Nil und seinen Einfluss auf das Land darum aus der Höhe zu erkennen ist schon beeindruckend.

Wenn ich mir vor meinem ersten Besuch Mallorca vorgestellt habe, dann eigentlich genau so wie im Landeanflug auf Hurghada – und umgekehrt.

Mallorca hatte mich sehr positiv überrascht. Hurghada auf eine andere Weise, wie ihr an den Bildern sehen könnt – ich konnte nicht alles hochladen, möchte aber sagen – es ist unglaublich wie viel „nichts“ außerhalb diesen gigantischen künstlichen Urlaubsoasen zu sehen ist. Auch unser Flieger flog unglaublich langsam über wohl hunderte Hotelanlagen am Rande des roten Meers. Wenn der Urlaubsflieger sich in die Kurve legt – erblickt man nichts außer einer Straße, hinter den Hotelanlagen, sonst nur Wüste – unendlich viel Wüste. Aber sobald man unten ist, ist dieser Eindruck schnell vergessen und die Ungeduld kommt hoch mehr zu entdecken.

Ich kann freudig berichten, der neue Flughafen ist echt gut angelegt und wir waren nach der Einreiseprozedur doch recht schnell am Ausgang auf dem Weg zu unserem Bustransfer. Hier wird man etwas belagert von Einheimischen, die einem einfach unheimlich gerne das Gepäck tragen oder fahren wollen. Viel angenehmer war das Klima das einem hier entgegen schlug – es war noch früh am Morgen, angenehm reine saubere und trockene Luft, die einem Küstenbewohner wie mir sehr angenehm in Erinnerung blieb, ich konnte langsam erfassen – wir sind im Urlaub in Ägypten.

Ankunft im Hotel

Nun der Bus war dank der Businformation auch schnell gefunden, mein Schatz ist hier ein Naturtalent der Kommunikation. Eine halbe Stunde nach der Landung saßen wir schon im Bus und warteten auf die Abfahrt zum Hotel BEACH Albatros Resort & Spa und unserem gebuchten Bungalow. Weder der Reiseveranstalter noch irgendwer sonst kann etwas dafür – es war wohl echt Pech, dass unser Hotel wirklich das „letzte“ auf der Anfahrtsliste war – die Fahrt dauerte sicher eine gute Stunde. Als wir den Bogen passierten und dem Raubvogel-Horst in dem hohen Würfel auf dem Turm (siehe Bild) von Fotos erkannten, die Riesenrutsche und die Pool-Bar vorbeizog, waren wir wirklich froh endlich am Ziel zu sein.

Da nicht viele Leute mehr im Bus waren, war das Einchecken im Hotel auch kein Problem und der Bungalow war zwar nicht alleinstehend, das sind eher kleine Reihenhäuser mit zwei Etagen, wovon wir eine hatten.

Zimmer ist nicht gleich Zimmer!

Es gibt hier verschiedene – und hier sollte man beim Buchen aufpassen, ein Economyklasse Bungalow ist beispielsweise Ein Zimmer in einem Bungalow an der Straße am Eingang. Kein Fahrstuhl für das Gepäck und kleine Zimmer ist es das günstigste Angebot und hat mit einem Bungalow wirklich nichts gemein. Darauf folgt das Zimmer im Hotel bzw. Haupthaus, die es auch in verschiedenen Größen und Lagen gibt – Finger weg von Zimmern im Erdgeschoss, zumindest für die, die ein Kind dabei haben. Wenige Schritte aus dem Zimmer über den Balkon ist das Meer. Unser – ich nenne es mal Etagenbungalow – hatte auch einen Balkon ins Grüne, und war so angelegt, dass trotz Erdgeschoss ein Kind unter drei Jahren nicht über die Mauer hätte klettern können, also ideal :)

Dann wären da noch die Bungalows mit einem Extra-Zimmer, einfach ideal wenn man mit Kind reist. Und schließlich gibt es noch den Bungalow mit zwei Etagen, aber so was haben wir uns jetzt nicht geleistet – wir waren mit dem Normalen schon mehr als zufrieden. Also schnell etwas auspacken und los los los – zuerst an die Pool-Bar im Wasser einen Cocktail trinken und dann an das Rote Meer!

Für Kinder ist der kleine Kinderpool wie geschaffen, es gibt sogar Kinderliegen – jedoch finden die Kleinen leider keinen Spielplatz vor – was sicherlich früher oder später noch „behoben“ wird. Doch am Strand mit Eimer und Schaufel lässt einen Spielplatz kaum vermissen – wenn dann mal ein bisschen Ebbe kommt (ja die gibt’s auch); finden die Kinder es ganz toll nach kleinen Krebsen zu suchen oder im Sand zu buddeln. Auch fällt wirklich auf – alle Bediensteten sind sehr bemüht alles sauber zu halten. Man findet zwar in den Familienzimmern nur kleine Badezimmer vor, dafür haben die Bediensteten wirklich einen extra Stern verdient. Uns wurde natürlich auch der Abend im Hotel Fantasia 1001 Nacht – Alf Leila wa Leila in Hurghada angeboten, der Trip mit Bus oder Flugzeug zu den Pyramiden, das Tal der Könige usw. – aber wir wollten diesmal wirklich einen reinen Badeurlaub machen und Kultur etwas zurückstellen – zudem ist das Hotel Fantasia 1001 Nacht – Alf Leila wa Leila in Hurghada nicht unbedingt mein Fall, irgendwie hat mir jeder davon erzählt, so muss ich es nicht wirklich sehen, Kairo fände ich da viel interessanter. Viele Bilder aus unserem Urlaub in Hurghada gibt es auf der nächsten Seite…

Apotheke und Arzt gibt es auch

Ein wenig Kontakt zur Außenwelt nahmen wir doch noch auf, als Tanja ein Verdauungsproblem bekam – eine Apotheke ist wenn man den Eingang des Hotels BEACH Albatros Resort in Hurghada durch den Doppeltorbogen verlässt und gleich links die Straße etwa 500m runter läuft. Hier kann man Medikamente unheimlich günstig einkaufen, Euros nimmt die Apotheke sehr sehr gerne ;) Und eine Generika Packung Aspirin Brausetabletten für einen Euro etwas ist schon ein echtes Schnäppchen! Auf dem Weg zur Apotheke nicht erschrecken – immer wieder halten Taxifahrer, die einen unbedingt mitnehmen möchten, aber das ist dort eben so. Nach dem Besuch und Einkauf in der Apotheke wollten wir uns noch ein anderes Hotel ansehen – einfach reingehen und die Armbänder etwas verdeckt halten. Wir marschierten durch das fremde Hotel, deren Poolanlagen bis zum Strand. Von hier aus passierten wir fremde Hotelstrände zurück zum Beach Albatros Resort. Neben dem herrlichen Pool und Meeresleben kann ich hier schon auf unseren Folgebericht hinweisen, geht Schnorcheln oder Tauchen, die Unterwasserwelt vor dem Hotel ist schon ein Traum. Mir begegnete eine Moräne etwas weiter draußen, die mich doch etwas erschreckte – doch fragt sich wirklich wer mehr Angst hatte. Ein Tip: Steckt euch beim Essen etwas Brot ein und nehmt es mit zum Schnorcheln oder Tauchen – die Tierwelt ist ein Traum. Ob Clownfische und all die unbekannten Fische am Riff, Papageifische die in Rudeln nach dem Brot drängeln, treiben einen richtig zurück, da man sonst vor Fischen nicht mehr weiß wo oben und unten ist. Oder man schnorchelt in die Schattenregionen unter den Booten am Steg und versucht sich kurz in einem Wettschwimmen mit einem Dutzend aufgeschreckter Calamares.

Herrliche Wellnessmöglichkeit im Beach Albatros

Doch zurück zum Hotel, das auch im Wellness einiges zu bieten hat. Tanja nutzte den Spa Bereich – ich hingegen gar nicht. Aber auch hier gilt wie überall, handeln! Auch wenn man es nicht mag, es gehört dort dazu wie ein wenig Schmiere und Trinkgeld, so kann man den Urlaub genießen und das Personal hilft dann hier und da gerne. Es geht hier nicht um Protzen, solche Gäste gibt es zum Leidwesen aller auch vereinzelt – nein, fragt doch mal einen Angestellten was die im Hotel verdienen.

Daher sind die meisten auf Tip angewiesen. Wer einem Einheimischen etwas gutes tun möchte, EU Mitbringsel sind dort heiß begehrt: Technik wie alte Handys (unlocked wenns geht), aber auch über schicke Kugelschreiber freut man sich hier, wenn das eigene Geld mal knapp ist. Da fällt mir ein – ich habe mich ja auch verwöhnen lassen, nur nicht im Spa sondern beim Hotel-Frisör, habe jetzt seinen Namen vergessen. Alle drei Tage kam ich zur Rasur und Tanja nutzte die Fußpflege. Am besten vorher gleich mehrere Besuche aushandeln ;-)

Das Essen: Das ist ein Thema für sich und wirklich sehr gut. Über mich muss ich leider sagen, bin pflegeleicht – es gibt überall auch italienisch von Pizza, Nudeln usw. Es gibt insgesamt 5 Restaurants wo man über Tag essen gehen kann und ein À la carte – Restaurant (welches wir nicht einmal besuchten) – wir waren häufig im wenigsten besuchten ‚Safari‘, weil dort ist die Auswahl sehr beschränkt, aber es war einfach das „schönste“ und ruhigste nah an den Poolanlagen. Die Auswahl zum Frühstück und zum Abendessen ist überall gigantisch – bei der Auswahl findet sich wirklich für alle etwas und die Qualität ist sehr gut.

Was man unternehmen kann? Nun vom Flug / Bustour zu den Sehenswürdigkeiten, Charterboote für Touren zu Inseln und Riffen, wie Tauschgänge und -Kursen.

Fast jeden Abend ist irgendeine Veranstaltung, Langeweile gibt es nicht. Darum könnte es im Haupthaus vielleicht etwas lauter sein, wenn man mit offener Tür schläft – Mini Disco gibt es natürlich auch, wie auch einen Kinderclub.

Ob wir wieder kommen? Sicher – da ich schon gehört hab, dort wurde schon wieder einiges neu gebaut – aber vielleicht probieren wir auch mal eins der Hotels nebenan :-) wir wollen ja auch bei einem Badeurlaub wieder neues erleben und was zu erzählen haben.

Über die Rückreise möchte ich nichts erzählen, ich finde es immer traurig wenn man wieder nach Hause fahren muss – auch wenn wir 3 Wochen dort waren, will ein Teil von mir einfach nicht nach Hause.


Man vermisst schon die traumhaften Sonnenuntergänge wenn die Sonne hinter den Bergen untergeht. Leider habe ich nur einmal den Sonnenaufgang über dem Meer gesehen, das frühe Aufstehen lohnt sich wirklich wenn noch totale Ruhe herrscht und die Sonne das Brennglas noch nicht ausgepackt hat. Das Licht ist herrlich und die Luft traumhaft sauber – mir fehlen leider die nötigen Worte der Poesie um das richtig zu beschreiben was man an einem Urlaubsmorgen am Roten Meer ohne Handy und Stress empfindet… aber es ist sehr schön!

Auf Wiedersehen in Hurghada – hoffe ich, wenn der neue Staat in Ägypten soweit ist,
dass wir wieder beruhigt reisen dürfen.

euer Jürgen